Auszug aus der Alten, Mittleren und Neueren Geschichte

Auszug aus der Alten, Mittleren und Neueren Geschichte

Author:
Carl Ploetz
Author:
Carl Ploetz
Format:
epub
language:
German

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Author: Ploetz, Carl, 1819-1881
History — Outlines
syllabi
etc.
Auszug aus der Alten, Mittleren und Neueren Geschichte
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AUSZUG
AUS DER
ALTEN, MITTLEREN UND NEUEREN
GESCHICHTE.

VON
DR. KARL PLŒTZ (†),
EHEM. PROFESSOR AM FRANZÖSISCHEN GYMNASIUM IN BERLIN.
neu bearbeitet von Prof. Dr. MAX HOFFMANN (†)
UND
Professor Dr. FRIEDRICH KÄHLER,
SIEBZEHNTE AUFLAGE.
LADENPREIS: GEBUNDEN 3 MARK.
LEIPZIG 1912.
VERLAG VON A.G. PLŒTZ.
Alle Rechte vorbehalten.
Copyright 1912 by A.G. Plœtz, Leipzig.

Vorwort zur 16. Auflage.

Das vorliegende geschichtliche Handbuch, seit der neunten Auflage von dem jetzigen Herausgeber bearbeitet, ist durch Umgestaltung und Vermehrung des Inhalts bei den wiederholten Auflagen mehr und mehr ein Werk des Herausgebers geworden, von ihm zu vertreten hinsichtlich seiner Eigenheiten und Mängel. Doch ist die übersichtliche Anlage und Einrichtung des Buches ein bleibendes Verdienst des Verfassers; auf dem von ihm gelegten Grunde ließ sich leicht weiterbauen. Prof. Dr. Plœtz, 1848–1852 Oberlehrer am Katharineum zu Lübeck, dann Prof. am Französischen Gymnasium in Berlin, weithin bekannt durch seine Lehrbücher der französischen Sprache, hatte dieses Buch als Leitfaden für den Geschichtsunterricht an höheren Schulen entworfen, ausgehend von dem Grundsatz, daß »nur das Tatsächliche in möglichst übersichtlicher Gruppierung vorzuführen sei«, weil »ein Leitfaden, der zusammenhängende Erzählung bietet, dem Vortrage des Lehrers notwendigerweise Eintrag tut«. Er hatte es aber auch für den Privatgebrauch bestimmt, »um ein rasches Orientieren über historische, dem Gedächtnis augenblicklich nicht gegenwärtige Verhältnisse zu ermöglichen«. Die späteren Auflagen haben diesen letzteren Zweck mehr berücksichtigt und sind über die dem Schulunterricht gesteckten Grenzen hinausgegangen; doch ist dem Lehrer die Auswahl dessen, was gelernt werden soll, leicht gemacht durch die Einrichtung des Druckes. Strebsamen Schülern ist es vielleicht willkommen, manches hier zu finden, was bei späteren Studien näher ins Auge gefaßt werden kann.
Für die neueste Zeit seit 1866 ist den späteren Auflagen sehr schätzbare Mitarbeit von militärischer Seite zugute gekommen; diese Mitarbeit erstreckt sich bei der vorliegenden auch auf die deutschen Kolonien, deren Entwickelung von so hoher Bedeutung für Deutschlands Weltstellung ist. Auch sonst ist hier und da gebessert, um die Brauchbarkeit des Buches zu erhöhen. Möge es auch ferner Nutzen stiften als Führer durch ein weites, fast unermeßliches Gebiet, dessen Kenntnis doch unentbehrlich ist.
Lübeck, 9. Oktober 1909.
Max Hoffmann.

Vorwort zur 17. Auflage.

Als ich nach dem 1910 erfolgten Tode des langjährigen Herausgebers dieses Buches, des Herrn Professors Dr. Hoffmann in Lübeck, von dem Herrn Verleger den ehrenvollen Auftrag erhielt, die Besorgung der neuen Auflage zu übernehmen, habe ich mich dieser dankenswerten Aufgabe um so lieber und eifriger unterzogen, als ich bereits die letzten Ausgaben mit regem Interesse verfolgt hatte. Bei meinen nahen persönlichen Beziehungen zu dem verdienstvollen bisherigen Herausgeber glaubte ich anfangs, aus Rücksichten der Pietät für die 17. Auflage noch von größeren Änderungen Abstand nehmen zu müssen. Jedoch drängte sich mir je länger, je mehr die Erkenntnis auf, daß die Geschichte Asiens, besonders Ostasiens, infolge der erheblich lebhafter gewordenen Beziehungen zu Europa und Amerika notwendig eine eingehendere Behandlung und Würdigung verlange und zweitens, daß der Wunsch nach einer übersichtlicheren Einteilung und Gliederung des neuesten Geschichtsstoffes nicht wohl unberücksichtigt gelassen werden könne. Nach beiden Seiten hin bin ich bestrebt gewesen, entsprechende Änderungen durchzuführen. Was ich sonst im einzelnen im »Auszug aus der Geschichte« wie im »Anhang« gekürzt, erweitert oder berichtigt habe, wird der aufmerksame Leser leicht erkennen.
Möge das Buch in dieser neuen Fassung die gleiche wohlwollende Aufnahme finden wie die früheren Auflagen! Möge es ihm gelingen, das Interesse für die Geschichte und insonderheit die Liebe zur Geschichte unseres Volkes, die Erkenntnis und Wertschätzung der Grundlagen seiner Kultur und das Verständnis für seine Größe und seine Ziele in immer weitere Kreise zu tragen!
Herrn Professor Fischer in Blaubeuren und Herrn R.A. Plœtz in Margate (England) sage ich auch an dieser Stelle meinen aufrichtigen Dank für wertvolle Notizen zur deutschen und englischen Geschichte.
Husum, 18. Februar 1912.
Friedrich Kãhler.

Inhalt

Seite
Einteilung der allgemeinen Weltgeschichte 1
Die Rassen in der Weltgeschichte 2
I. Alte Geschichte.
A. Die ägyptisch-semitischen Völker.
§ 1. Ägypter 3
§ 2. Babylonier und Assyrer 6
§ 3. Juden (Hebräer, Israeliten) 11
§ 4. Phöniker und Karthager 13
B. Die asiatischen Arier.
§ 1. Völker Kleinasiens 15
§ 2. Inder 16
§ 3. Iranier 17
C. Die Völker Ostasiens 21
D. Die Griechen.
§ 1. Mythische Zeit 23
§ 2. Staaten und Kolonien 27
§ 3. Perserkriege und Blütezeit Athens 38
§ 4. Peloponnesischer Krieg 47
§ 5. Makedoniens Emporkommen 53
§ 6. Alexander der Große 59
§ 7. Hellenistische Zeit 63
§ 8. Griechische Kunst und Wissenschaft 69
E. Die Römer.
§ 1. Zeit der Königsherrschaft 71
§ 2. Rom als Republik 75
§ 3. Unterwerfung Italiens 82
§ 4. Die Punischen Kriege 87
§ 5. Ausbreitung der römischen Herrschaft 94
§ 6. Bürgerliche Unruhen 100
§ 7. Marius und Sulla 103
§ 8. Pompejus und Cäsar 107
§ 9. Untergang der Republik 118
§ 10. Kunst und Literatur bei den Römern 120
§ 11. Kaiserzeit bis zum Untergang des weströmischen Reiches 121
II. Mittlere Geschichte.
A. Bis zum Vertrage von Verdun (375–843).
§ 1. Völkerwanderung 139
§ 2. Frankenreich unter den Merowingern 145
§ 3. Das oströmische Reich 147
§ 4. Mohammed und das Kalifat 148
§ 5. Frankenreich unter den Karolingern 150
B. Bis zum Beginn der Kreuzzüge (843–1096).
§ 1. Italien und Deutschland (Karolinger, sächsische, fränkische Kaiser) 155
§ 2. Frankreich 169
§ 3. England und der Norden 169
§ 4. Die Pyrenäische Halbinsel 171
§ 5. Der Osten 172
C. Das Zeitalter der Kreuzzüge (1096–1270).
§ 1. Kreuzzüge 173
§ 2. Deutschland und Italien (Hohenstaufen) 179
§ 3. Frankreich 191
§ 4. England 192
§ 5. Die Pyrenäische Halbinsel 194
§ 6. Der Osten 194
D. Bis zur Entdeckung Amerikas (1270–1492).
§ 1. Deutschland bis auf Maximilian I 195
§ 2. Frankreich bis auf Karl VIII 207
§ 3. Italien 210
§ 4. England bis auf Heinrich VII 211
§ 5. Die Pyrenäische Halbinsel 214
§ 6. Der Norden und Osten 215
III. Neuere Geschichte.
A. Bis zum Westfälischen Frieden (1492–1648).
§ 1. Erfindungen, Entdeckungen und Kolonien 221
§ 2. Die Reformation in Deutschland 224
§ 3. Frankreich bis auf Ludwig XIV. 234
§ 4. Italien 239
§ 5. Die Pyrenäische Halbinsel und die Niederlande 241
§ 6. England und Schottland 245
§ 7. Der Norden und Osten 249
§ 8. Deutschland, Dreißigjähriger Krieg 251
B. Bis zur französischen Revolution (1648–1789).
§ 1. Frankreich unter Ludwig XIV. 261
§ 2. Deutschland unter Leopold I. 265
§ 3. Der Norden und Osten 267
§ 4. England 269
§ 5. Der spanische Erbfolgekrieg 272
§ 6. Der Nordische Krieg 274
§ 7. Deutschland, Friedrich der Große 278
§ 8. Der Norden und Osten 292
§ 9. Großbritannien und Nordamerika 298
§ 10. Südeuropa 303
§ 11. Frankreich unter Ludwig XV. und XVI. 305
C. Bis zum Wiener Kongress (1789–1815).
§ 1. Die Revolution in Frankreich 306
§ 2. Frankreichs Kriege gegen das Ausland 313
§ 3. Machtentfaltung des ersten französischen Kaiserreiches 321
§ 4. Sturz des ersten französischen Kaiserreiches. Deutscher Befreiungskrieg 331
§ 5. Herstellung des europäischen Staatensystems 339
D. Bis auf unsere Zeit.
§ 1. Neue Erfindungen 343
§ 2. Verfassungs- und Unabhängigkeitskämpfe 345
§ 3. Die Zeit von 1830–1848 348
§ 4. Die Revolutionszeit 1848–1852 354
§ 5. Kunst und Wissenschaft im 19. Jahrhundert 363
§ 6. Machtentfaltung des zweiten französischen Kaiserreichs. Nationale Einigung Italiens 365
§ 7. Deutschlands Einigung durch Preußen 371
§ 8. Deutsch-französischer Krieg 1870–1871 381
§ 9. Das Deutsche Reich seit 1871 393
§ 10. Österreich-Ungarn 397
§ 11. Rußland 399
§ 12. Die dritte französische Republik 403
§ 13. England 406
§ 14. Holland, Luxemburg, Belgien, Dänemark, Skandinavien, Schweiz 410
§ 15. Italien 411
§ 16. Die Pyrenäische Halbinsel 413
§ 17. Die Balkanhalbinsel 414
§ 18. Amerika 416
§ 19. Asien 419
§ 20. Entwickelung der deutschen Kolonien 423
Anhang. I. Brandenburgisch-preußische Geschichte 427
II. Die andern Staaten des Deutschen Reiches 434
Namen- und Sachregister 439

Einteilung der allgemeinen Weltgeschichte.

Bis 375 n. Chr. I. Alte Geschichte, von der Zeit der ersten geschichtlichen Kunde bis zum Beginn der Völkerwanderung.
375–1492. II. Mittlere Geschichte, vom Beginn der Völkerwanderung bis zur Entdeckung Amerikas.
Seit 1492. III. Neuere Geschichte, von der Entdeckung Amerikas bis auf unsere Zeit.

Die alte Geschichte gliedert sich nach den hervortretenden Völkern in fünf Abschnitte. Diese Völker sind:
1. Die ägyptisch-semitischen Völker. 2. Die asiatischen Arier. 3. Die Völker Ostasiens. 4. Die Griechen. 5. Die Römer.
Die mittlere Geschichte teilt man nach den hervorragenden Ereignissen in vier Perioden:

375–843. 1. Vom Beginn der Völkerwanderung bis zum Vertrag von Verdun.
843–1096. 2. Vom Vertrag zu Verdun bis zum Beginn der Kreuzzüge.
1096–1270. 3. Das Zeitalter der Kreuzzüge.
1270–1492. 4. Vom Ende der Kreuzzüge bis zur Entdeckung Amerikas.

Die neuere Geschichte gliedert sich ebenfalls in vier Perioden:

1492–1648. 1. Von der Entdeckung Amerikas bis zum Westfälischen Frieden.
1648–1789. 2. Vom Westfälischen Frieden bis zum Beginn der französischen Revolution.
1789–1815. 3. Vom Beginn der französischen Revolution bis zum Wiener Kongreß.
Seit 1815 4. Vom Wiener Kongreß bis auf unsere Zeit.

Die Rassen in der Weltgeschichte.

Die Naturforschung bestimmt die Rassenunterschiede des Menschengeschlechts nach körperlichen Merkmalen; anders müssen sie von der geschichtlichen Forschung aufgefaßt werden. Reine Rassen im Sinne der Naturforschung liegen für den Zeitraum unserer Weltgeschichte nirgends vor. Nur die Nachklänge der Rasseneinheiten, die man für vorgeschichtliche Zeiten voraussetzen darf, nämlich der Durchschnitt der körperlichen und geistigen Eigentümlichkeiten, und als Haupteinteilungsprinzip die Sprache, sind die Merkmale der Rasse im Sinne des Historikers. In Betracht kommen dabei hauptsächlich folgende Rassen:

I. Die sumerische Rasse, die Urbewohner von Babylonien.
II. Die ägyptisch-semitische (Semiten im weiteren Sinne), deren Ursitz Arabien gewesen zu sein scheint.
III. Die zagrische mit dem Hauptsitze um die Grenzgebirge zwischen der heutigen Türkei und Persien (die herrschende Bevölkerung in Elam).
IV. Die kleinasiatische (Hethiter), die mit der indo-atlantischen verwandt zu sein scheint (Urarthier, Mitanier).
V. Die arische (indo-europäische): Iranier, Inder, Phryger, Griechen, Italiker, Kelten, Germanen, Litu-Slaven. Diese Völker sind die Hauptträger der geschichtlichen Entwickelung.
VI. Von der altaischen Rasse haben die Chinesen und Japaner im Osten einen eigenen Kulturkreis gebildet, die Bulgaren, Magyaren und Türken in Europa eine gewisse Bedeutung gewonnen.

Andere Rassen (Ainos, Dravidas, Malaien, Iberer, Basken, Amerikaner, Neger) haben eine mehr passive Rolle gespielt als zurückweichende Urbevölkerung.

I. Alte Geschichte.

A. Die ägyptisch-semitischen Völker.

§ 1. Ägypter.

Ägypten, das von Höhenzügen und Wüsten eingeschlossene, oberhalb des Delta nur wenige Stunden breite, etwa 1100 km lange Tal des untern Nil, der alljährlich vom Juli an auf fast 4 Monate seine Ufer überflutet und so das Land befruchtet. Zwei Landesteile: Unter-Ägypten mit der Hauptstadt Memphis und dem Deltalande; Ober-Ägypten mit der Hauptstadt The

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